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Seit 2001 verbinden die Künstlerin Mariola Groener und der Tänzer Günther Wilhelm ihre Namen und Künste zum Label WILHELM GROENER. Mit einer Vorliebe für das Abseitige und Absurde verwenden sie in ihren Choreographien Elemente von Performance, Tanz und Installation. Die Stücke Vorgang benutzt, Paravent privé und Hotel Hassler wurden zur TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2002, 2006 und 2010 eingeladen. WILHELM GROENER sind in Berlin ansässig.

In der Bühnenarbeit »Wie ist dein Name?« werden von WILHELM GROENER zwei Wörter ins Spiel gebracht – via Overheadprojektor –,
die wie Fahnen auch über den Werken dieser beiden Künstler wehen könnten: »beschränkt« und »konzentriert«. Denn Projekt um Projekt präparieren Mariola Groener und  Günther Wilhelm einen Ideenkern heraus. Sie geben ihren Fragen eine klare, ja, oft strenge Struktur –
und erlauben sich und dem Zuschauer trotzdem das eine und andere Augenzwinkern. Körper werden Teil von Bildkompositionen, Bewegung führt zu Positionen, fast schon Skulpturen. Es gibt Symmetrien, Wiederholungen, entscheidende Abweichungen. Der Betrachter fühlt sich zu plötzlichem Erkennen angeleitet – von berühmten Gemälden zum Beispiel in dem Stück »Am Bildaltar« –, aber auch mit einer Fremdheit konfrontiert, die wiederum erhellend sein kann. Das Vertraute erfährt Verschiebungen. Manchmal ist es, als sehe man so rätsel- wie ernsthaften Zeremonien zu, manchmal blitzt ein absurder, valentinesker Humor auf. Zu ihrem zehnjährigen Bestehen zitieren WILHELM GROENER Karl Valentin – dieses Zitat kurz gefasst: man kann nicht vorsichtig genug sein mit Behauptungen. Das in der Tat lehren die Stücke, Performances, Filme der beiden Künstler: Man kann alles, was man zu kennen glaubt, auch anders sehen.

Sylvia Staude, Publikation Tanzplattform 2012

Siehe auch Text von Dr. Franz Anton Cramer
»Wege zu Chaos und Ordnung. Über die Arbeit von WILHELM GROENER«
in der Publikation »WILHELM GROENER - geboren am 1. Mai 2001
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The artist Mariola Groener and the dancer Günther Wilhelm have been joining their names and arts under the WILHELM GROENER label since 2001. With a predilection for the odd and absurd, their choreograhies contain elements of performance, dance and installation. The pieces Vorgang benutzt, Paravent privé und Hotel Hassler were invited to the GERMAN DANCE PLATFORM in 2002, 2006 and 2010. WILHELM GROENER is headquartered in Berlin.

In the stage piece »Wie ist dein Name?«, WILHELM GROENER introduce two words via overhead projector that could in fact fly like flags over these two artists’ works: »limited« and »concentrated«. Mariola Groener and Günther Wilhelm prepare a core idea for project after project. They give their questions a clear, even rigid structure, but still allow themselves and the audience to share a subtle joke. Bodies become part of composed images, movement leads to positions, almost sculptures. There are symmetries, repetitions, decisive discrepancies. The observer feels as though he is directed to a sudden insight (into famous paintings in the piece »Am Bildaltar«, for example), but is also confronted with something foreign that can also enlighten. A shift occurs in what is known. Sometimes it is like watching enigmatic and serious ceremonies, sometimes an absurd, »valentinesque« humour surfaces. On the occasion of their tenth anniversary WILHELM GROENER cited Karl Valentin, and to sum it up: one can never be too careful with assertions. In fact, this is what the pieces, performances and films by both artists teach us: everything that you think you know can also be seen differently.

Sylvia Staude, Publikation Tanzplattform 2012


see also the text written by Dr. Franz Anton Cramer
»Ways towards chaos and order – on the work of WILHELM GROENER«
published in »WILHELM GROENER - born on 1 Mai 2001«


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