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2016

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Auf den Schatten warten.

So wie uns das Licht verbindet
verliert sich Alles in Allem.

Rund ist die Farbe
und der Ton synchron!

Sequenzen ohne Grenzen.


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Rechter Fuß
ist rechte Hand.
Linke Hand
und rechter Fuß,
der jetzt
rechte Hand ist,
halten Hände.

Knie ist Kopf.
Augen unter Knie,
gucken auf Wand.
Schulterblätter
sind Füße
und schreiten voran.

//

Right foot
is right hand.
Left hand
and right foot,
now right hand,
holding hands.

Knee is head.
Eyes under knee
peek onto wall.
Shoulder blades
are feet
and walk along.


2015

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Raum aus Schwarz,
innere Umbauarbeiten,
rhythmisch Kriechen
zum Rand.


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Ewige Ecke ruft,
Hirnschranke macht auf,
Satzwirkung kracht
auf Knochen.


2014

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Der Arm greift auf
ausladende Landschaft.
Momenthafte Erscheinung
schafft wüstem Eingriff Raum.


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Auf leibliches Wundern!
Auf keinem Weg ein Baum
die Möglichkeitsaussicht
bahnbrechend sucht.


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Innerer Text, äußere Widrigkeiten,
Basis die unter Füßen fließt.
Gleitendes Reißen, Raunen und Fauchen
vor schwarzem Vorhang Angesicht.
Davor, dahinter; schwaches Licht.


2013

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notion of nothing
spinning
around'n'around
fly on flesh
trap of repetition


2012

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Ein Rabe fliegt vorbei und hinterlässt ein schwarzes Ei.

Weiße Wolken ziehen mondän vorüber,
über den Wipfeln Kreise von Zugvögeln wie zum Abschied.

Windhauch. Eine Feder schwebt in der Luft.
Ich bin ein Federvieh!


2011

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Fenster aus Sonne durchbohrt den Grund
auf dem wir mit der Fläche eins werden.
Aufgelöste Körper.

Like a boat in a still ocean at night,
above the shiniest starry sky.


2010

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Ein Neuronensumpf verästelt in weiten Windungen
als Nachahmung von Wurzelwerk.
Verankert sich in der Landschaft, die man vergessen hat.
Eine Hirnkiste auf viereckigen Rädern rattert rotierend heran,
rudert in einen Fluss, der auf Wiederbelegung wartet.

Heute mal die Gehrichtung verändert:
Am Anfang war das Ende!


2009

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Eine Welle voll von stiller Welt
rauscht an der Woge dichter Zeit
vorbei an einem weiten Feld
aus allen Blicken nur noch weit


2008

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Am Bildaltar
gehe ich in Form
Du Tonkörper hebe Bein
Trick in Zeit
Archiv wird Kopf
Grund aus Selbst
Zahl in Puls

O
Fläche lass mich rein
!


2007

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geistreiches gedicht

gute geister geistern gerne,
gegen große garstige galgen.
gucken, gackern, gurgeln, grunzen,
grüner galle, gelben greim.

genug gewandten geredes gerippe!
gerne gesang; gelenker gestalt.
geschliffenes geschrei, geschwungener grund,
geschworener gebote gemeiner gestank!


2006

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Kringel und Wickler im Nebel
Kringel und Wickler haben sich verwirrt:
Von dichtem Nebel umgeben
fürchten sie bald um ihr Leben.
Dort – ein Ausweg, schnell hinaus...
dann schnackelts ihnen: Oh weh,
hier gehts auch nicht raus.
Sie kommen wieder am Anfang an
und stellen fest: alles wiederholt sich dann
! NebellebeN!

//

Curly and Whirly in the fog
Curly and Whirly confused themselves:
surrounded by dense fog they are
afraid soon for their lives.
There – a way out, fast outside...
then schnackelts them:
Oh pain, also here it does not go out.
They arrive again at the beginning
and determine: everything repeats itself then.
! Nebula life !
(translation: babelfish.altavista.com)


2005

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Kringel und Wickler haben Durst:
»Wir wollen auf die Kacke hauen,
denn ohne das Hinten gibt es das Vorne nicht!
Perspektivenräder perspektivisch bauen,
Universen strecken im Alltagslicht.
Brüche durch schielende Formen erheitern,
das Walgen vor allem im Zentrum erweitern,
oder nicht?!
Liegt unser Gral im Widerspruch?«

//

Rap version:
Curly and Whirly are thirsty:
»We wanna hit the big shit,
`cause withoutta back your’re not fronting it!
building perspective wheels retrospectively,
extending universes into everyday’s buoyancy.
Cheering up breaks by cross-eyed shapes,
expanding of milling in the center’s end’s filling,
and;
fervor is our f’ck’n well!«


2004

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An der Scheidewand besiegt:
Prolieferant Papes kann sich
heut selbst ausräumen,
wo er doch so schön immer puppeln kann;
sucht er seine glanzverschmierten Fürschteln
in der Sosoanstalt für Profanes.
Papes praliniert sich auf,
schrammelt heute ausnahmsweise doch:
Weg voran, Weg vor und voran!


2003

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mir dünkelt, sturz sei dank! ach könnt ich doch, fehltritt,
auf der stelle stehen. froh zu 
sein, bedarf es wenig!
dank sagen, denken: dankeschön, stiller dank, leise scham.
wo bleibd da humoa?!
schmerzlich lachen bewahrt vor jedem straucheln! fehltrittgabe
verhältnismäßig gefasst: mut zur langweiligkeit zugutehaltend.
auf der stelle stehen 
bewahrt mich.
kurzdauernder übermut: lachen, sturztrunkene danksagungen,
straucheleinheiten, willkürlich zurückgeworfen, glauben noch:
schenken! schenken! sturz sei dank!

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